Bagdad - Der schwerste Terroranschlag in Bagdad seit rund drei Jahren geht allem Anschein nach auf das Konto der Extremisten vom Islamischen Staat (IS). Die Terrormiliz bekannte sich über den Nachrichtenkanal Telegram zu dem Doppel-Anschlag vom Donnerstag, bei dem zwei Selbstmordattentäter mindestens 32 Menschen mit in den Tod gerissen hatten. Sie hatten sich im Abstand weniger Minuten auf einem belebten Platz im Zentrum der irakischen Hauptstadt in die Luft gesprengt. Mehr als 110 Menschen wurden verletzt.

Die Sicherheitslage in Bagdad hatte sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Der Irak leidet aber immer noch unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische IS-Miliz, die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Landes beherrscht hatte. 

Immer wieder erschütterten damals auch Terroranschläge das Land. Einer der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre ereignete sich im Januar 2018, als zwei Attentäter auf einem belebten Marktplatz in Bagdad 38 Menschen mit in den Tod rissen.