„Tod dem Chamenei“: Moschee in Berlin besprüht

Ein Regimekritiker des Iran soll die Worte an die Moschee in der Odermeisterstraße gesprüht haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei
Der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chameneidpa

Am Mittwoch erhielt die Besatzung eines Funkstreifenwagens des Polizeiabschnitts 44 den Auftrag, zu einer Sachbeschädigung an einer Moschee in Tempelhof zu fahren. In der Ordensmeisterstraße trafen die Polizistin und ihr Kollege gegen 15.30 Uhr aber nicht nur auf den Verantwortlichen des Hauses, sondern auch auf den 34-jährigen Tatverdächtigen.

„Dieser soll zuvor einen ungefähr 0,5 mal zwei Meter großen arabischen Schriftzug mit politischer Botschaft an die Hauswand der Moschee gesprüht haben“, so eine Polizeisprecherin. Dabei soll es sich um die Worte „Tod dem Chamenei“ handeln. Chamenei ist der Name des obersten geistlichen Führers in Iran.

In dem Land wird seit September gegen die religiösen Machthaber des Landes protestiert. Grund dafür ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im September. Die Sittenpolizei hatte die junge Frau wegen ihres angeblich „unislamischen Outfits“ festgenommen. Was mit Amini danach geschah, ist unklar.

Der in Berlin von der Polizei festgenommene Mann wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts der Polizei Berlin übernommen.