Jiuquan - Der Start einer Rakete des privaten chinesischen Raumfahrtunternehmens iSpace ist gescheitert. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, versagte die rund 20 Meter hohe, vierstufige Rakete vom Typ Hyperbola-1 (SQX-1) am Montag kurz nach dem Abheben vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi.

Während des Fluges sei „abnormales Verhalten“ festgestellt worden. Die Ursache werde untersucht, so das Raumfahrtzentrum. Die selbst entwickelte Rakete soll nach Herstellerangaben normalerweise eine bis zu 300 Kilogramm schwere Ladung in eine niedrige Umlaufbahn bringen können. Was an Bord war, wurde nicht bekannt. Es war erst der zweite Flug dieses kommerziellen Raketentyps.

Die Pekinger Firma hatte damit im Juli 2019 erstmals zwei Satelliten in eine Umlaufbahn gebracht, was als „Meilenstein“ für Chinas private Raumfahrtindustrie gefeiert worden war. Während das offizielle chinesische Raumfahrtprogramm dem Militär untersteht, gibt es in China Dutzende private Firmen, die versuchen, in der Raumfahrt Fuß zu fassen. Auch amerikanische Unternehmer wie Elon Musk und Jeff Bezos konkurrieren mittlerweile um die besten Plätze für ihre Satelliten.