Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel.
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Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen das von ihnen vereinbarte Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen am 15. September im Weißen Haus in Washington besiegeln. Dies teilte am Dienstag ein amerikanischer Regierungsbeamter mit. Präsident Donald Trump erwarte demnach für den „historischen“ Anlass Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den Außenminister der Emirate, Abdullah bin Said. Es blieb zunächst unklar, wann genau die Zeremonie kommenden Dienstag stattfinden würde.

Israel und die Emirate hatten am 13. August überraschend ihre Übereinkunft bekannt gegeben. Die Emirate sind nach Ägypten und Jordanien erst das dritte arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel aufnimmt. Im Gegenzug für die Einigung will Israel die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen.

Bei der Ankündigung des Abkommens hatte die US-Regierung bereits erklärt, dass es in den kommenden Wochen eine Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus geben sollte. Die USA hatten das Abkommen vermittelt. Westliche Staaten hatten die Annäherung positiv aufgenommen. Scharfe Kritik kam dagegen von den Palästinensern sowie der Türkei und dem Iran.