San Francisco - Facebook arbeitet auch rund fund Stunden nach Beginn seines großen Ausfalls immer noch daran, die Dienste wieder in Gang zu bringen.  Laut der New York Times hat Facebook ein kleines Team zu einem seiner Datenzentren in Kalifornien geschickt, um die Server per Hand neu zu starten. Noch ist unklar, wie lange die Facebook-Dienste noch offline bleiben werden.

Facebooks Chef-Techniker, Mike Schroepfer, entschuldigte sich um kurz vor 22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit auf Twitter für den Blackout. Das Unternehmen habe „Netzwerk-Probleme“ und Teams würden daran arbeiten, die Plattform „zu entstören und wiederherzustellen“.

Experten schließen Cyberangriff aus

Internet-Experten vermuteten einen Fehler in Einstellungen für die Infrastruktur, über die Nutzer Facebooks Ressourcen erreichen. Dadurch seien die Dienste nicht mehr erreichbar geworden. Ein Cyberangriff wird nach jetztigem Stand ausgeschlossen, da die Oberflächen der Seiten zu unterschiedlich seien.

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.

Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden, schrieb der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. „Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus.“