Ist das Rätsel um die Ringe des Saturns gelöst?

Die Ringe des Planeten Saturn geben Wissenschaftlern seit langem Rätsel auf. Doch nun könnte eine Gruppe von Forschern den Ursprung gefunden haben.

Die Ringe des Saturns haben Forschern lange Rätsel aufgegeben. Nun haben Forscher herausgefunden, woher sie stammen.
Die Ringe des Saturns haben Forschern lange Rätsel aufgegeben. Nun haben Forscher herausgefunden, woher sie stammen.AFP /NASA, ESA, A. Simon (Goddard Space Flight Center), M.H. Wong (University of California, Berkeley)

Seit langem rätseln Astronomen darüber, wie die Ringe des Saturns wohl entstanden sind. Nun könnte es eine Erklärung geben. Wie Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mitteilten, könnten die Ringe des Saturns Überreste eines Mondes sein. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin Science veröffentlicht. 

Die Theorie der Wissenschaftler: Der Saturn könnte vor 100 bis 200 Millionen Jahren einen weiteren Mond gehabt haben. Störungen in den Bewegungen eines Sterns könnten den Mond abgelenkt haben. Der Mond könnte so zu nahe an den Saturn geraten sein, dabei von der Gezeitenkraft zerstört worden sein und die Ringe des Planeten geformt haben. 

Rätsel um Neigung des Saturns ebenfalls gelöst

Daten der Nasa-Sonde „Cassini“, die den Saturn umkreist hatte, legen laut den Forschern nahe, dass der Saturn in 4,5 Milliarden Jahren seiner Existenz keine Ringe besessen hat. Erst vor rund 160 Millionen Jahren seien diese wohl durch die Überreste des Mondes „Chrysalis“ entstanden, so die Forscher.

Anzeige | Zum Weiterlesen scrollen

Auch ein weiteres Rätsel um den Planeten wollen die Forscher gelöst haben: Der Saturn ist um 27 Grad um seine Achse geneigt. Lange war nicht klar, warum. Auch für diese Neigung könnte „Chrysalis“ verantwortlich sein. Nachdem der Mond auseinandergerissen worden war, habe der Verlust des Trabanten ausgereicht, um den Saturn zu neigen.

Der Saturn ist von der Sonne aus gesehen der sechste Planet unseres Sonnensystems. Nach dem Jupiter ist er der zweitgrößte Planet. Als Gasplanet hat Saturn keine feste Oberfläche. Seine oberen Schichten bestehen zu etwa 96 Prozent aus Wasserstoff.