Rom - Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca durch die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die italienische Behörde eine altersbeschränkte Verwendung des Mittels empfohlen. Obwohl die verfügbaren Daten eine geringere Wirksamkeit als die beiden bereits zugelassenen Impfstoffe zeigten, könne das Mittel die Impfkampagne in Italien stärken, teilte die Arzneimittel-Agentur Aifa mit.

Mit Blick auf die Einschätzung der Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 55 Jahre hätten die Daten der Zulassungsstudien aber ein „gewisses Maß an Unsicherheit“ gezeigt. Dieser Teil der Bevölkerung sei nämlich schlecht vertreten gewesen. Trotzdem sei dort eine gute Antikörperreaktion beobachtet worden.

Die Behörde empfahl den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns auf Grundlage dessen für Menschen zwischen 18 und 55 Jahren, so lange bis fundiertere Daten vorlägen. Bei Älteren oder Menschen mit Vorerkrankungen sollten die mRNA-Impfstoffe verabreicht werden, wie es in der Mitteilung vom Sonnabend weiter hieß.

Die Aifa setzte in ihrer Empfehlung das empfohlene Alter damit tiefer an als die Ständige Impfkommission in Deutschland. Die am Robert-Koch-Institut angesiedelte Impfkommission hatte den Astrazeneca-Impfstoff für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen. Auch sie stützte ihre Entscheidung auf die vorliegenden Studien. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor, hieß es.