Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza.
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RomAus Furcht vor einer neuen Corona-Welle hat die italienische Regierung beschlossen, Flüge aus 13 Ländern aus dem Nicht-EU-Raum zu stoppen. Auch die Einreise über den Landweg aus den 13 Ländern ist demnach verboten. Das berichten italienische Medien am Freitag und berufen sich dabei auf eine Mitteilung des italienischen Gesundheitsministers Roberto Speranza.

Nach Angaben des ORF gilt das Einreiseverbot auch für alle Personen, die sich in den letzten zwei Wochen in einem der von dem neuen Beschluss betroffenen 13 Länder aufgehalten haben.

Die neue Regelung gilt für folgende Länder:  

  • Armenien
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Brasilien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Chile
  • Kuwait
  • Nordmazedonien
  • Moldawien
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Dominikanische Republik

Reisende aus allen anderen Ländern außerhalb der EU sowie dem Schengenraum können zwar nach Italien reisen, für sie gelten jedoch auch bei Einreise über einen EU- oder Schengen-Staat und Großbritannien nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) strenge Regeln.

Nach der Einreise nach Italien aus Drittländern besteht demnach die Pflicht zur Anzeige der Einreise beim örtlichen italienischen Gesundheitsamt (Dipartimento di prevenzione dell’azienda sanitaria locale) und die Pflicht zu 14-tägiger Isolation in Italien. Das gilt laut AA unabhängig davon, ob die Einreise mit einem Beförderungsunternehmen oder einem privaten Fahrzeug erfolgt. Die Isolation kann in einer selbst gewählten Unterkunft erfolgen.

Gesundheitsminister Roberto Speranza teilte laut italienischen Medien weiter mit, das Ziel der neuen Maßnahmen sei, in Italien „einen angemessenen Gesundheitsschutz“ zu sichern.

Anm. der Red.: In einer früheren Version des Artikel fehlte im vorletzten Absatz der explizite Hinweis „aus Drittländern“. Dieser Hinweis wurde nun eingefügt. Zuvor wurde diese Information inhaltlich zwar im darüber stehenden Absatz „Reisende aus allen anderen Ländern außerhalb der EU sowie dem Schengenraum“ inklusive einer Verlinkung zur entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes mitgeteilt, was aber dennoch zur Nachfrage eines Lesers führte. Wir bedanken uns für den Hinweis.