Die italienische Insel Stromboli.
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StromboliUm die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, fordern Anwohner der kleinen italienischen Urlaubsinsel Stromboli eine Begrenzung des Tourismus. „Wir wollen Touristen nicht verjagen. Aber wir wollen, dass ihre Zahl reguliert wird“, sagte am Donnerstag Egle Iannelli, Mitorganisatorin eines jüngsten Protests im Fährhafen der Insel, der Deutschen Presse-Agentur. Dort hatten sich am Dienstag rund 150 Anwohner und Langzeiturlauber versammelt und gegen eine „Invasion“ der Insel durch Tagestouristen demonstriert.

Der Stromboli bildet eine kleine Insel vor Sizilien und ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf der Insel wohnen nur wenige Hundert Menschen, doch zur Hochsaison im Sommer kommen zahlreiche Touristen. Aus Sizilien oder Kalabrien steuern pro Tag rund ein Dutzend Fähren mit je bis zu 400 Tagesurlaubern die Insel an, die sich meist mehrere Stunden auf Stromboli aufhalten.

Eine zu große Zahl an Urlaubern stelle angesichts einer gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Italien ein Gesundheitsrisiko auf der Insel dar, argumentierten die Demonstrierenden. So werde das Einhalten von Social-Distancing-Maßnahmen durch sie erschwert. Das italienische Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für das Land vermeldet, den höchsten Wert seit Anfang Mai.