Rom - Um den Druck auf die Pharmakonzerne zu erhöhen, die jüngst wegen Lieferengpässen des Corona-Impfstoffs in die Kritik geraten sind, hat der italienische Politiker Ferruccio Sansa (Partito Democratico) einen Vorschlag gemacht. Er plädierte auf seiner Facebook-Seite dafür, auf den Kauf von anderen Produkten der Konzerne, wie etwa Viagra, zu verzichten. Nach Lieferproblemen bei Pfizer/Biontech hatte auch der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca angekündigt, zunächst weniger Dosen an die EU abzugeben als geplant.

Sansa schrieb, ein „Sex-Streik“ sei vielleicht die einzige Möglichkeit der Bürger, den großen Pharmakonzernen Druck zu machen. Ebenfalls verzichten könne man auf die angstlösenden Medikamente Tavor und Xanax, hieß es. Sansa räumte ein, dass eine Umsetzung des Vorschlags die Italiener „ein bisschen weniger spritzig und ängstlicher“ machen würde, sagte aber, es könne sich lohnen, die Unternehmen an ihre Impfstoff-Verpflichtungen zu erinnern. In sozialen Netzwerke gab es einige Unterstützung für Sansas Idee. Er kandidiert gerade für das Amt des ligurischen Präsidenten.