Berlin/Potsdam - Trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie erleben Polizeibeamte immer wieder gewalttätige Angriffe. Bundespolizisten wurden im Pandemie-Jahr 2020 in insgesamt 1925 Fällen getreten, bespuckt, gestoßen, geschlagen oder gebissen. Dies hänge mit der Ablehnung der Maskenpflicht und anderer Corona-Maßnahmen durch einen Teil der Bürger zusammen, heißt es im neuen Bundespolizei-Jahresbericht für 2020. Demnach standen alleine 178 Angriffe auf Beamte im Zusammenhang mit Corona-Kontrollen. Die Gesamtzahl der Angriffe auf Bundespolizisten sei 2020 jedoch gesunken.

Verstärkung der Streifen an Bahnhöfen hat sich bewährt

Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im vergangenen Jahr beschlossene Verstärkung für Streifen an Bahnhöfen mit hoher Gewaltbelastung hat sich aus Sicht der Bundespolizei bewährt. An Orten, die von den regionalen Dienststellen als Brennpunkte eingestuft werden, sind jetzt nicht mehr zwei Beamte unterwegs, sondern mindestens drei. „Dies dient der präventiven Wirkung und stärkt die Durchsetzungsfähigkeit und Eigensicherung der Beamten“, heißt es in der Jahresbilanz.