Die Maientage in der Berliner Hasenheide gehen dieses Wochenende ins Finale. Es soll das letzte Mal sein, dass der Jahrmarkt in dem Park stattfindet. Danach soll sich die Grünfläche erholen. Eine Petition der Schausteller setzt sich dafür ein, dass das traditionelle Volksfest gerettet wird und auf das benachbarte Tempelhofer Feld zieht. „Wenn die Neuköllner Maientage aus dem Bezirk verschwinden müssen, fehlt den Menschen ein weiteres Fest, das von allen Bevölkerungsschichten und quer durch alle Kulturen des Bezirks geliebt wird“, heißt es in dem Aufruf. Zum Finale ist am Samstagabend ein Feuerwerk geplant, letzter Festtag ist der Sonntag.

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) erklärte, er wolle die Maientage als großes Volksfest erhalten. Er sei dazu im Gespräch mit verschiedenen Mitgliedern des Senats. „Gerade der Erfolg der diesjährigen Maientage zeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen für Berlin sind. Ich freue mich deshalb, dass auch beim Senat das Verständnis wächst.“ Am liebsten wäre ihm demnach, die Maientage auf dem Tempelhofer Feld fortzusetzen. „Dazu werde ich in den nächsten Wochen weitere Gespräche führen. Bis zum Herbst brauchen wir eine Lösung.“

Der Hasenheide geht es schlecht

Die Hasenheide sei in schlechtem Zustand. „Jahrelange Trockenheit gefährdet die vielleicht wichtigste Grünfläche in Neukölln: 50 Hektar Park mitten in einigen der dichtesten besiedelten Kieze in Berlin.“ Der Park müsse langfristig als Naherholungsgebiet erhalten bleiben. Deshalb habe sich der Bezirk um ein 5-Millionen-Euro-Projekt beim Bund beworben, um die Hasenheide auf neue klimatische Bedingungen vorzubereiten. „Mehr Schatten, weniger Verdunstung, neue resistentere Baumsorten – das sind einige der Themen, die wir jetzt angehen, um die Hasenheide umzubauen.“