Der aus Hollywood- und Asia-Filmen bekannte Schauspieler Kenneth Tsang ist am Mittwoch in einem Hotel in Hongkong tot aufgefunden worden. Der Star aus einem James-Bond-Film hatte sich dort kurz zuvor in eine obligatorische Corona-Reisequarantäne begeben. Tsang wurde 86 Jahre alt.

Der Schauspieler befand sich in einem Hotel im Hongkonger Stadtteil Tsim Sha Tsui, nachdem er von einer Reise nach Singapur zurückgekehrt war, berichtet die South China Morning Post unter Berufung auf eine lokale Regierungsquelle. Dem Bericht zufolge wurde Tsang regungslos in seinem Hotelzimmer aufgefunden, nachdem Mitarbeiter des Gesundheitswesens die tägliche Kontrolle durchführen wollten und er die Tür nicht öffnete. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er wurde sofort für tot erklärt. Die genaue Todesursache sei noch ungeklärt. Der 86-Jährige war am Dienstag negativ auf Corona getestet worden, heißt es weiter.

Tsang spielte auch in „Die Geisha“ und „Rush Hour 2“ mit

Tsang hatte eine 50-jährige Leinwandkarriere und spielte unter anderem in Filmen wie „James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag“, „Die Geisha“, „Rush Hour 2“ mit. Sein Hollywood-Debüt gab er 1998 in „The Replacement Killers“. Bereits im Teenageralter konnte er aufgrund seines Talents Regisseure überzeugen. So bekam er schon frühzeitig Rollen in Filmen wie „The Feud “(1955) und „Who Isn’t Romantic?“ (1956). In den 1960er-Jahren war er dann Hauptdarsteller in einer Vielzahl von Detektivfilmen und klassischen Kung-Fu-Filmen. Später spielte er unter anderem Rollen in John Woos „A Better Tomorrow“ (1986) und „A Better Tomorrow 2“ (1987) sowie neben Chow Yun-fat und Leslie Cheung in „Once a Thief“ (1991).

AFP/Aaron Tam
Schauspieler Kenneth Tsang vor knapp zehn Jahren.

Hongkong verlangt derzeit von allen Reisenden aus dem Ausland, dass sie sich auf eigene Kosten einer zehntägigen Quarantäne in einem bestimmten Hotel unterziehen. Am Mittwoch meldete die Stadt 430 neue Covid-19-Infektionen, 83 mehr als am Vortag, wobei acht Todesfälle dem Virus zugeschrieben werden.