Erneut ist es im James-Simon-Park in Berlin-Mitte zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendgruppen gekommen. Zunächst sei ein verbaler Streit eskaliert, woraufhin mehrere Unbekannte einen 19-Jährigen geschlagen, verfolgt und ihn sowie seine Begleiter mit Pfefferspray attackiert haben sollen. Zu der Prügelei kam es in der Nacht zu Sonntag gegen 3.30 Uhr, wie die Polizei mitteilte.

Als die Angreifer auf den am Boden liegenden jungen Mann einschlugen und eintraten, eilten zwei Mitarbeiter einer Bar zur Hilfe. Sie zogen den 19-Jährigen weg von den Schlägern und brachten ihn zu seiner Sicherheit in das Lokal. Die Gruppe der Angreifer, die laut Polizei rund 30 Mitglieder umfasst haben soll, soll daraufhin versucht haben, die Bar zu stürmen.

Polizei nimmt Verdächtige fest

Einer der beiden Mitarbeiter habe die Tür verschlossen, woraufhin die Angreifer sie gewaltsam aufdrücken wollten. Zudem hätten sie Flaschen gegen die Fensterfront geworfen, so die Polizei. Als alarmierte Polizisten eintrafen, flüchteten die Angreifer. Auch ihr Opfer nutzte die Gelegenheit, um zu entkommen. Weit kam der 19-Jährige jedoch nicht. Mehrere Männer sollen ihn und drei Begleiter im Alter von 17 bis 19 Jahren in der Burgstraße mit Pfefferspray angegriffen haben. Polizisten bemerkten den Vorfall und schritten ein.

Rettungskräfte behandelten die vier jungen Männer ambulant vor Ort, wie es weiter hieß. Demnach wollten sie keine Anzeige erstatten. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung. In dem Park kommt es immer wieder zu Gewalttaten und Massenschlägereien unter Jugendgruppen. Die Polizei hat daraufhin die Präsenz in dem Bereich erhöht.