KölnSatiriker Jan Böhmermann hat ein wenig Licht in das Rätselraten um seine neuesten Social-Media-Aktivitäten gebracht. Der Kanal „realjanboehmermann“ beim umstrittenen Messengerdienst Telegram gehöre ihm, teilte der 39-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln auf Anfrage mit. „Das ist mein neuer Telegram-Kanal.“

Zu der Frage, was es mit seinem Einstieg in die Plattform auf sich habe, antwortete der Entertainer allerdings nebulös: „Ich habe das Licht gesehen. Folgen Sie mir, wenn Sie wissen möchten, was dahinter steckt.“

Böhmermanns Telegram-Kanal war vorige Woche zu dem Zeitpunkt bekanntgeworden, als andere Kanäle des Satirikers - auf Twitter, Instagram und bei Facebook - deaktiviert worden waren. Fans hatten über den Zusammenhang beider Vorkommnisse gerätselt. Auch war erst unklar gewesen, ob Böhmermann nun wirklich persönlich bei Telegram unterwegs ist.

Der Messengerdienst entzieht sich weitgehend dem Zugriff von Strafverfolgungsbehörden und anderen staatlichen Stellen. Das macht Telegram interessant für Menschenrechtler, Whistleblower und Journalisten. Gleichzeitig ist er aber auch ein Zufluchtsort für Menschen, die Verschwörungserzählungen verbreiten. Böhmermann hatte in einem T-Online-Interview vor den Gefahren gewarnt.

Für Dienstag null Uhr wurde auf dem Böhmermann-Kanal bei Telegram mehrfach das Veröffentlichen eines Videos angekündigt: „Dienstag bringe ich LICHT ins DUNKEL.“ Der Satiriker feiert am Freitag mit seiner neuen Show „ZDF Magazin Royale“ (6. November, 23 Uhr, ZDF) Premiere. Sie bedeutet für den früheren ZDFneo-Mann Böhmermann den Sprung ins ZDF-Hauptprogramm. Auch damit dürfte der ganze mediale Wirbel zusammenhängen.