Berlin - Rund jede dritte Führungskraft in Berlin und Brandenburg ist eine Frau. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Mit einer Quote von 34,6 Prozent in Berlin und 36,5 Prozent in Brandenburg übertrifft die Region deutlich den Bundesdurchschnitt von 27,3 Prozent. Allerdings sind die Werte im vergangenen Jahr nicht gestiegen, in Brandenburg sank die Quote sogar leicht.

Mehrheitlich weibliche Vorgesetzte gibt es in Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, in Brandenburg außerdem in der öffentlichen Verwaltung. Auf dem Bau ist dagegen nur rund jede zehnte Leitungsfunktion mit einer Frau besetzt.

Bei Frauen in Führungspositionen gibt es bundesweit ein Gefälle zwischen dem Nordosten und dem Südwesten. Den höchsten Anteil von Frauen in Führungspositionen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, den geringsten in Baden-Württemberg.

Auch bei den Gehältern gibt es Unterschiede. Berliner Frauen in Führungspositionen verdienen monatlich im Mittel 4630 Euro brutto, die männlichen Kollegen 5512 Euro. In Brandenburg ist der Unterschied geringer. Weibliche Führungskräfte kommen auf 4262 Euro, männliche auf 4861 Euro.