Berlin - Wenn am 26. September die Wahlen für den Bundestag, das Abgeordnetenhaus und die Abstimmung über den Volksentscheid stattfinden, kann ein Drittel der Menschen in Berlin nicht ihre Stimme abgeben. Das geht aus einem Bericht des RBB hervor.

Wahlberechtigt sind ausschließlich deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger über 18 Jahren. Ihr Anteil in Berlin ist im Vergleich zur letzten Wahl um 15.000 Wahlberechtigte gesunken – obwohl die Einwohnerzahl in der Hauptstadt steigt. 2.470.693 Millionen Berlinerinnen und Berliner dürfen in diesem Jahr ihre Stimme abgeben. Was ist mit den restlichen 1,3 Millionen Menschen, die in Berlin wohnen?

Die größte Gruppe ohne politische Repräsentation sind Ausländer

Den größten Anteil bestreiten die 789.000 Berliner, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. An zweiter Stelle befinden sich Kinder. Die dritte, deutlich kleinere Gruppe besteht demnach aus Menschen, denen das Wahlrecht entzogen wurde.

Dabei sind die Menschen ohne politische Repräsentation, also die Möglichkeit eine politische Vertretung zu wählen, ungleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt. Die meisten Wahlberechtigten leben im Pankower Stadtteil Weißensee. Dort haben nur 1,4 Prozent der Anwohner kein Wahlrecht. Die meisten Menschen ohne die Möglichkeit, wählen zu gehen, findet man zwischen Bornitzer Straße und Gotlindestraße in Lichtenberg. Dort leben 70 Prozent der Menschen ohne Repräsentation.