Berlin - Im Corona-Fernsehtalk bei Sandra Maischberger hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer möglichen Verlängerung und Dauer des Lockdowns geäußert. Für die nächsten Wochen gelte zunächst, „was wir gesagt haben, was auch ich gesagt habe: dass dieser Winter hart wird. Und der Winter geht bis Ende März. Wir werden am 1. Februar nicht alle Beschränkungen aufheben können. Sie werden verlängert werden müssen“, sagte Spahn in der ARD-Sendung. 

Über Ostern könne man derzeit zwar noch nichts sagen, aber eine Warnung formulieren: „Es liegt ja an uns, wie schwer wir es dem Virus machen!“, so Spahn.

Mit Blick auf die Impfpflicht-Debatte, die der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angestoßen hatte, bekräftige Spahn seine Ablehnung einer Impfpflicht. Er habe im Deutschen Bundestag sein Wort gegeben, „dass es in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben wird“.

Schwesig und Laschet: Lockdown bis Ostern nicht ausgeschlossen

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine Fortsetzung des aktuellen Lockdowns bis Ostern nicht ausgeschlossen. „Die Lage ist sehr ernst. Es wäre falsch, jetzt etwas auszuschließen“, antwortete Laschet im Kölner Stadt-Anzeiger vom Donnerstag auf eine entsprechende Frage. Ohnehin werde es erst ab kommender Woche nach der Zeit der Feiertage wieder ein „realistisches Bild“ der Corona-Lage geben.

Ähnlich äußerte sich die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. „Es ist so, dass jeder weiß, wenn die Zahlen so bleiben wie jetzt, dass der Shutdown fortgesetzt werden muss“, sagte sie am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Sollten sich Virusmutationen wie die aus Großbritannien auch in Deutschland ausbreiten, seien möglicherweise sogar weitere Verschärfungen nötig.

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass der Lockdown voraussichtlich über Januar hinaus ausgedehnt werden. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verlängern müssen“ sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Stuttgart. Er will bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf dringen, dass die für den 25. Januar geplante Videokonferenz mit den anderen Ministerpräsidenten auf nächste Woche vorgezogen wird.