Jürgen Klinsmann beim Spiel Bayer 04 Leverkusen gegen Hertha BSC im Dezember 2019.
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BerlinJürgen Klinsmann sieht die Art seines heftig kritisierten Abgangs nach dem Kurz-Gastspiel als Hertha-Trainer inzwischen als Fehler. „Es tut mir sehr leid, wie mein Weggang von Hertha BSC zustande kam, nachdem wir sechs Punkte zwischen uns und den Relegationsplatz gelegt hatten“, sagte der 55-Jährige in einem Interview mit der dpa.

Mit den Vorstellungen über seine Rolle beim aufstrebenden Hauptstadtclub lagen Vereinsführung und der einstige Bundestrainer weit auseinander. „Wir haben es damals in zehn Wochen leider nicht geschafft, zu einer schriftlichen Vereinbarung zu kommen“, sagte Klinsmann weiter. Der einstige Weltklasse-Stürmer war als Vertrauter von Investor Lars Windhorst zunächst als Mitglied des Aufsichtsrates der Profiabteilung zu Hertha gekommen und hatte dann vom glücklosen Ante Covic die Cheftrainer-Rolle übernommen.

Der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 trat allerdings nach nur elf Wochen als Chefcoach des Berliner Fußball-Bundesligisten überraschend zurück. In der Winterpause hatte Hertha noch knapp 80 Millionen Euro in Neuzugänge investiert - so viel wie kein anderer Verein weltweit. Später kam ein Katalog über von Klinsmann skizzierte Missstände bei Hertha an die Öffentlichkeit. „In der Umsetzung meines Weggangs habe ich sicherlich Fehler gemacht und dafür möchte ich mich nochmals entschuldigen“, so Klinsmann.

„Dass anschließend eine Analyse, die ich in meiner Eigenschaft als Berater des Investors für den internen Gebrauch erstellt habe, an die Öffentlichkeit kam, hat allen Beteiligten geschadet. Mir ist heute noch ein Rätsel, wie das an die Medien kam“, erklärte Klinsmann weiter.

In der internen Analyse seines 77-Tage-Auftritts in Berlin warf der Ex-Hertha-Coach dem Berliner Club und besonders Manager Michael Preetz große Versäumnisse vor. „Aber das ist Vergangenheit. Das Allerwichtigste ist, dass Hertha den Klassenverbleib geschafft hat und in der Bundesliga bleibt“, betonte Klinsmann.