Julia Bonk galt einst als Shootingstar der Linken, zog 2004 mit 18 Jahren in den sächsischen Landtag ein und sorgte dann mit Forderungen zur Freigabe von Cannabis und Heroin für Aufsehen. Nach acht Jahren Pause will die heute 36-Jährige nun in die Politik zurückkehren und für den Parteivorsitz der Linken kandidieren.

Julia Bonk ist mittlerweile promovierte Sozialwissenschaftlerin und Mutter eines dreijährigen Kindes. Wie der Spiegel berichtet, habe sie an einer Burn-out-Erkrankung gelitten. „Die Gesellschaft braucht eine starke Linke“, sagte Bonk dem Nachrichtenmagazin. Das umfasse die Wertschätzung von Arbeit und soziale Gerechtigkeit ebenso wie aktiven Klimaschutz. In der Linken tobe seit Jahren ein Richtungsstreit über die „richtige“ linke Politik. Bonk hofft nun, die zerstrittenen Lager durch „fruchtbare“ Gespräche zu versöhnen.