London - Eine junge Frau aus Großbritannien ist im vergangenen Jahr gestorben, weil ihre Krebserkrankung offenbar zu spät diagnostiziert wurde. Wie Daily Mail nach Angaben der Mutter von Jessica Brady berichtet, durfte die Erkrankte im vergangenen Jahr nicht zu einer Untersuchung in eine Klinik, weil zu dem Zeitpunkt der Pandemie besondere Infektionsschutzmaßnahmen galten. 

Brady klagte zunächst über Bauchschmerzen, dann über verstärkte Müdigkeit, so Daily Mail. Die Krankenhäuser hätten zwar Videosprechstunden angeboten, diese waren jedoch offenbar nicht dazu geeignet, den Tumor auszumachen. So sei der Krebs fünf Monate lang unentdeckt geblieben. Die Ärzte vermuteten stattdessen per Ferndiagnose eine Niereninfektion und verschrieben der 27-Jährigen Antibiotika, heißt es. 

Mutter der Toten zieht vor Gesundheitsausschuss

Auch Bluttests hätten Hinweise auf ein Krebsrisiko geliefert – doch die Ärzte seien weiterhin wenig besorgt gewesen und hätten Brady weiter beobachten wollen. Erst fünf Monate später wurde der Krebs entdeckt, so Daily Mail. Zu diesem Zeitpunkt sei Brady bereits unheilbar krank gewesen.

Die Mutter der Verstorbenen ist nun offenbar vor den britischen Gesundheitsausschuss („Health and Social Care Committee“) gezogen. Andrea Brady erklärte laut Daily Mail gegenüber den Abgeordneten, dass ihre Tochter noch am Leben sein könnte, wenn sie einen persönlichen Termin bei einem Arzt erhalten hätte.