MünchenDas Politdrama „Und morgen die ganze Welt“ von Julia von Heinz  geht für Deutschland ins Rennen um die Oscars . Der Film wurde unter zehn Bewerbern als Kandidat für die Kategorie „International Feature Film“ des besten internationalen Spielfilms ausgewählt. Dies teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, am Mittwoch in München mit.

Der Film handelt von Protagonistin Julia (gespielt von Mala Emde), die ihr wohlhabendes Elternhaus verlässt, um Jura zu studieren. Zusammen mit einem Kollektiv von Antifa-Aktivisten setzt sie sich gegen den Aufstieg von Neonazis in Deutschland ein. Die Gruppe gerät schnell an einen Scheideweg: Die Frage nach der Rechtsfertigung von Gewalt, wenn es um die Bekämpfung von Hass geht. Luisa und ihre Freunde müssen sich entscheiden, als der Kamp gegen den Faschismus ernst wird.

„Und Morgen die ganze Welt“ feierte auf dem 77. Internationalen Filmfestival in Venedig Premiere. Hauptdarstellerin Mala Emde gewann den Bisato d'Oro in der Kategorie „Beste Schauspielerin“. 

Die Jury begründete ihre Wahl wie folgt: „Zu einer Zeit, in der die Demokratie zunehmend unter Druck gerät, stellt Julia von Heinz die Frage ob und wenn ja wann Gewalt gerechtfertigt ist. Unterstützt von einer herausragenden Hauptdarstellerin und sorgfältig ausgewählten Bildern konfrontiert „Und morgen die ganze Welt“ seine Zuschauer mit Konflikten und Entscheidungen, denen keiner entkommen kann. Ein sehr persönlicher Film mit großer Emotionaler Wirkung.“