Im Prozess gegen den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A. hat die Bundesanwaltschaft eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten gefordert.

Demnach soll der 33-Jährige eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. Franco A. sei „ein rechtsradikaler Terrorist“, der Anschläge auf das Leben hochrangiger Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens geplant habe, sagte eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer vor dem Frankfurter Oberlandesgericht. Darüber hinaus werden dem Angeklagten Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Betrug vorgeworfen.

Der derzeit vom Dienst freigestellte Bundeswehrsoldat aus Offenbach hatte sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt und in diesem Zusammenhang Sach- und Dienstleistungen bezogen. Franco A. war im Februar 2017 auf dem Wiener Flughafen festgenommen worden, als er eine geladene Pistole aus einem Versteck in einer Flughafentoilette holen wollte. Woher die Waffe stammt und was er damit plante, blieb zunächst unklar.

Die Verteidiger und der Angeklagte sollen voraussichtlich am 24. Juni zu Wort kommen. Für den 5. Juli wird das Urteil erwartet. Franco A. war zwischenzeitlich auf freiem Fuß, befindet sich aber seit Februar erneut in Untersuchungshaft.