Berlin - Ein Tweet der umstrittenen Politikerin und Links-Aktivistin Jutta Ditfurth sorgt für einen Shitstorm. Ditfurth hatte am 24. Dezember geschrieben: „Von etwa 60 Wohnungen, die ich aus meinem Fenster sehe, haben nur 4–5 das Licht an. Alle anderen sind offensichtlich ausgeflogen.“ Viele User reagieren empört und werfen der Politikerin jetzt eine Spitzel-Mentalität vor. „Die haben ein Leben, unvorstellbar. Das passt dem Blockwart natürlich gar nicht“, heißt es etwa in einem Post. Ein weiterer User schreibt: „Aus dem Grund bin ich froh, dass ich so wohne, dass mich niemand bespitzeln kann. Haben Sie nichts besseres zu tun?“

Eine weitere Userin, die sich explizit gegen Corona-Leugner ausspricht, schreibt: „Was unsere Nachbarn so machen, ist ihre Privatsache, es sind nämlich die Nachbarn, die unsere Tiere füttern, wenn wir weg sind, und wo ich mir Kaffee und Mehl leihe, wenn es vergessen wurde, die meine kranke Tochter zu mir brachten, die bespitzel ich nicht und sie uns nicht.“

Immer wieder meldet die Polizei Verstöße gegen die Corona-Verordnungen, die von Nachbarn oder sonstigen Zeugen gemeldet wurden. Eine Debatte darüber, ob es sich hierbei um Denunziantentum oder doch eher um verantwortungsvolles Reagieren handelt, wird derzeit zigfach im Netz geführt. Auch innerhalb der Redaktion der Berliner Zeitung wurde das Thema kontrovers diskutiert.