Dresden/Berlin - Zwei der Verdächtigen im Fall des Juwelendiebstahls im Grünen Gewölbe in Dresden bleiben weiter in Untersuchungshaft. Das habe die routinemäßige Prüfung der Untersuchungshaft nach einem halben Jahr ergeben, teilte das Oberlandesgericht Dresden am Montag mit.

Gegen die beiden 25 und 27 Jahre alten Clanmitglieder aus Berlin besteht weiterhin dringender Tatverdacht wegen schweren Bandendiebstahls und Brandstiftung. Zudem bestehe Fluchtgefahr, hieß es. Der Beschluss ist nicht anfechtbar. Die nächste reguläre Haftprüfung muss in drei Monaten erfolgen.

Die beiden Männer waren im November des vergangenen Jahres im Zusammenhang mit dem Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden als erste Tatverdächtige festgenommen worden. Für die anderen drei mutmaßlichen Einbrecher steht eine solche Haftprüfung noch an.

Fünftes Clanmitglied wurde im Mai in Berlin festgenommen

Insgesamt wurden fünf Männer festgenommen. Sie befinden sich mittlerweile wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls und der Brandstiftung in Untersuchungshaft. Sie gehören einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie an. Der letzte Tatverdächtige war erst Mitte Mai in der Wohnung eines Verwandten in Berlin-Neukölln festgenommen worden. Er ist der Zwillingsbruder eines weiteren Verdächtigen.

Bei dem spektakulären Coup in dem sächsischen Schatzkammermuseum hatten die Täter am 25. November 2019 Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert erbeutet. Die Einbrecher hatten zuvor einen Stromverteilerkasten angezündet und so für Dunkelheit in dem Gebäude gesorgt. Anschließend zündeten sie auch ihr Fluchtauto an. Von der Beute fehlt bislang jede Spur.