Ein Polizeibeamter ist mit einem Spürhund im Einsatz.
Foto: Eric Richard

BerlinNach einem vorsätzlich gelegten Kabelbrand am Bahnhof Frankfurter Allee sind ab Montagmorgen auf der Berliner Ringbahnstrecke Züge ausgefallen. Betroffen sind die Linien S41 und S42 sowie die S8, S85 und S9. Der Zugbetrieb zwischen Neukölln über Ostkreuz und Schönhauser Allee ist unterbrochen.  

Die linksextreme Szene bekannte sich unterdes auf der Seite „indymedia“ zu dem Anschlag. Wie die S-Bahn am Montagabend mitteilte, wird der Schaden voraussichtlich erst am Dienstagmittag gegen 14 Uhr behoben sein. Beamten waren den Tag über mit Spürhunden im Einsatz. Die Polizei schrieb auf Twitter: „Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen wir von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Die Ermittlungen hat unser #Staatsschutz beim #LKA übernommen.“

Ob es einen Zusammenhang mit der geplanten Räumung des linskradikalen Hausprojekts „Liebig34“ gibt, ist noch unklar. Das Haus in Friedrichshain soll am 9.Oktober geräumt werden.

Züge fahren auf den betroffenen Strecken nur vereinzelt oder gar nicht. Die S-Bahn hat am Mittag einen Pendelverkehr zwischen Ostkreuz und Baumschulenweg eingerichtet. Es fährt ein Schienenersatzverkehr. 

Die Ringbahnlinien S41 und S42 fahren im 10 Minuten Takt zwischen Schönhauser Allee und Neukölln, aber über Gesundbrunnen und Südkreuz, die fünf Stationen in Prenzlauer Berg und Friedrichshain von Schönhauser Allee bis Frankfurter Allee werden nicht bedient.

Die Linie S9 fährt derzeit zwischen Flughafen Schönefeld und Schöneweide sowie zwischen Ostbahnhof und Spandau. Die S85 verkehrt zwischen Birkenwerder und Blankenburg, die S85 ruht. Von Treptower Park bis Schönhauser Allee wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.