Potsdam - Angesichts gestiegener Infektionszahlen wird es in Brandenburg vorerst keine weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen geben. Damit werde es die nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz frühestens ab dem 22. März möglichen Öffnungen der Außengastronomie und von weiteren Kultureinrichtungen nicht geben, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag mit. Der Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Schulen und zu Hause werde bis zu den Osterferien fortgesetzt. Das Testangebot für Lehrkräfte und Schüler soll schrittweise auf zwei Test pro Woche ausgeweitet werden.

Drei Landkreise mit Inzidenz über 100

„Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Brandenburg ermöglicht trotz der sinkenden Fallzahlen in den Krankenhäusern und der positiven Entwicklung der Infektionslage in der Altersgruppe über 65 Jahre derzeit keine weiteren Öffnungsschritte“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Zudem gäben die steigenden Infektionszahlen in einigen Landkreisen Anlasse zur Sorge.

Daher will Woidke mit den Landräten und Oberbürgermeistern über erforderliche Maßnahmen beraten. In den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Oberhavel lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen am Dienstag über dem Wert 100. Berlins Regierender Bürgermeister kritisierte zuletzt Brandenburgs Sonderweg in der Corona-Krise. Das Bundesland hatte nach der letzten Corona-Konferenz den Richtwert für eine Rücknahme von Lockerungen weniger streng angelegt.

Auch der Berliner Senat hat sich gegen weitere Lockerungsschritte entschieden. Kultur und Gastronomie sollen geschlossen bleiben, Lockerungen bei Schulen wurden abgesagt.