Oliver Kahn wünscht sich einen langfristigen Verbleib von Robert Lewandowski beim FC Bayern und hat eine rasche Einigung mit Thomas Müller angekündigt. „Wir wollen, dass er möglichst lange beim FC Bayern München bleibt“, sagte der Münchner Vorstandschef am Sonntag im Sport1-„Doppelpass“ über Stürmerstar Lewandowski. Der deutsche Rekordmeister sei mit dem Weltfußballer im Austausch.

Lewandowski sei nach den jahrelangen Dauererfolgen mit dem FC Bayern aber auch an einem Punkt seiner Karriere, an dem sich der Pole Gedanken mache, bemerkte Kahn. Der Vertrag des 33 Jahre alten Stürmers läuft in München noch bis zum Sommer 2023. Zuletzt wurde über einen vorzeitigen Abschied zum FC Barcelona spekuliert. Kahn hatte aber einen vorzeitigen Wechsel im Sommer ausgeschlossen.

Veträge von Neuer, Gnabry und Müller laufen ebenfalls 2023 aus

Vereinspräsident Herbert Hainer zufolge hat es einen ersten Gesprächstermin mit Lewandowski gegeben. Ein zweites Gespräch sei nach seiner Kenntnis vereinbart, sagte er beim TV-Sender Bild. Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte bei DAZN: „Mit Robert sind wir im Austausch.“

Ende Juni 2023 laufen außerdem die Verträge von Manuel Neuer (36), Serge Gnabry (26) und Thomas Müller (32) aus. Beim Ur-Bayern Müller ist Kahn nach eigener Aussage „sehr, sehr zuversichtlich, dass wir relativ kurzfristig auch schon was dazu sagen können“. Mit Kapitän Neuer befinde sich der Verein „in sehr, sehr gutem Austausch“, berichtete der Münchner Vorstandschef. Gnabry sei selbst in einem „Prozess des Nachdenkens“. Hainer zufolge sieht es mit neuen Verträgen für Müller und Neuer „wohl sehr gut aus“.

Kahn verwies vor dem Hintergrund von Vertragsgesprächen aber auch auf die finanziellen Einbußen während der Corona-Pandemie. „Wir haben zwei ganz, ganz schwierige Jahre hinter uns“, räumte er ein.

Haaland-Paket finanziell „sehr weit weg von dem, was wir uns vorstellen“

Kahn schloss zudem eine Verpflichtung des Dortmunder Ausnahmestürmers Erling Haaland erneut aus. Das komplette Haaland-Paket sei vor allem finanziell „sehr weit weg von dem, was wir uns vorstellen“, sagte Kahn. „Das sind finanzielle Dimensionen, die sind außerhalb unserer Vorstellung.“

Zur Zukunft von Trainer Julian Nagelsmann zeigte der Vorstandboss trotz des überraschenden CL-Aus klare Kante: „Wir sind total überzeugt von Julian, er weiß, was uns wichtig ist, und wir gehen diesen Weg mit voller Überzeugung weiter“, sagte Kahn, dessen Verein nach dem frühen Pokal-Aus in Gladbach „nur“ noch die zehnte deutsche Meisterschaft in Folge bleibt.