Berlin - Die Berliner CDU stellt sich hinter CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union. Das Präsidium der Hauptstadt-CDU habe sich einhellig für eine Kandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten ausgesprochen, teilte der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner am Montag mit. 

„Markus Söder ist der zupackende, erfolgreiche Krisenmanager, der Deutschland aus der Pandemie führen und das Land zukunftsfest machen kann“, erklärte Wegner. Mit Armin Laschet und Söder habe die Union zwei starke Ministerpräsidenten als Vorsitzende von CDU und CSU, die beide das Zeug zum Bundeskanzler hätten, betonte Wegner, sagte aber auch: „Wir sind überzeugt, dass die Menschen noch stärker Markus Söder zutrauen, Deutschland gut zu führen.“

Innerhalb der CDU überwiegen bisher aber die Stimmen derjenigen, die sich für Laschet als Kanzlerkandidaten aussprechen: So wird sich das CDU-Präsidium nach Ansicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans hinter seinen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen stellen. Das sei „doch klar“, sagte der CDU-Politiker vor Beginn der Präsidiumssitzung am Montag in Berlin.

Auch Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Michael Stübgen sicherte Armin Laschet seine Unterstützung zu. „Er hat wichtige Erfahrungen im Bundestag, in Europa und auch als Ministerpräsident gesammelt“, sagte Stübgen am Montag in Potsdam. „Es ist gut, dass er als Vorsitzender der CDU bereit ist, auch als Kanzlerkandidat Verantwortung zu übernehmen, und ich unterstütze ihn dabei.“

Auch das CDU-Vorstandsmitglied Linnemann geht davon aus, dass CDU-Chef Laschet in den Spitzengremien seiner Partei am Montag Rückhalt für seine Kandidatur bekommt. „Ich bin mir sicher, dass der Bundesvorstand die Nominierung begrüßen wird“, sagte Linnemann. Genauso sehe es mit dem Präsidium aus. Er hielte es für „unnormal“, wenn die Gremien die Kandidatur des Parteichefs nicht begrüßten.