Berlin - Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat bei Twitter vor dem seiner Meinung nach „mit Abstand wichtigsten Problem unserer Zeit“ gewarnt. Dabei handelt es sich demnach um die Energiewende. Anlass für die Aussage von Lauterbach sind Rekordtemperaturen in den USA. Hier wurde kürzlich die heißeste Juninacht in den USA seit Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen.  

In einzelnen Gebieten wie etwa dem Death Valley wurden „tagsüber 53,2 Grad“ gemessen, so Lauterbach weiter. In diesem Zusammenhang warnt der Politiker zudem: „Wohin soll das führen in 30 Jahren?“ Es sei völlig „egal, was wir jetzt tun, die Temperatur steigt noch für viele Jahrzehnte“.

Welche Maßnahmen sieht das Klimaschutzgesetz vor?

Unterdessen kritisierte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, das neue Klimaschutzgesetz der großen Koalition als zu vage. „Klimaneutralität per Gesetz vorzuschreiben reicht nicht. Konkretisierung tut not“, schrieb Russwurm in einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche. So fehlten „konkrete Weichenstellungen dafür, wie Industrie 2045 aussehen wird“. Diese stünden zwar heute an, zugleich fehlten aber „aktuell verlässliche Grundlagen und der regulatorische Rahmen“.

Das vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzgesetz sieht eine Senkung der Emissionen in Deutschland um 65 Prozent bis 2030 und um 88 Prozent bis 2040 im Vergleich zu 1990 vor. 2045 soll Treibhausgasneutralität erreicht sein. Diese Woche soll der Bundestag darüber abstimmen.