Karl Lauterbach trauert um Parteifreund Rainer Keller

Der Politiker starb mit 56 Jahren. Seine Kollegen sind bestürzt über den unerwarteten Tod des Gesundheitspolitikers und Menschenrechtlers.

Rainer Keller starb mit 56 Jahren.
Rainer Keller starb mit 56 Jahren.SPD

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach trauert um seinen Parteifreund Rainer Keller. Der SPD-Politiker und Bundestagsabgeordnete aus Wesel starb nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) „unerwartet am Donnerstag“. Die dpa beruft sich auf ein Schreiben des Vorsitzenden Rolf Mützenich an die Mitglieder seiner Fraktion. Karl Lauterbach kondolierte via Twitter. Er schreibt: „Rainer Keller wird fehlen. Er gehörte nicht zu den Lauten. Bescheiden aber kenntnisreich. Ich kenne etliche im Bundestag, wo es leider anders ist. Mein Beileid an die Familie.“

Mützenich sagte der dpa dazu, der Tod des Kollegen mache „betroffen und traurig“. Keller sei ein „über die Fraktionsgrenzen hinaus beliebter Abgeordneter, der sich von Beginn an und dann auch als Rettungssanitäter in den Dienst am Menschen gestellt hat“. Sein Beruf sei „zur Profession“ geworden, die Keller „auch in seiner Arbeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages seit 2021 mit Leidenschaft und Professionalität gelebt hat. In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen und Freunden“. Keller hatte zu Hochzeiten der Corona-Pandemie für eine allgemeine Impfpflicht, ein Impfregister sowie Impfangebote auf Schulhöfen plädiert. Er tue sich „schwer damit, dass mehr als 70 Prozent der Bevölkerung von einer Minderheit in Geiselhaft genommen wird“, sagte Keller dazu der NRZ.

Der Vorsitzende der SPD Nordrhein-Westfalen Thomas Kutschaty teilte zum Tod des Politikers jetzt mit: „Ob im Rettungsdienst, Corona-Krisenstab des Kreises oder Bundestagsausschuss für Menschenrechte - Rainer Keller packte an, wenn andere in Not waren. Die @nrwspd trauert um einen vielgeschätzten Abgeordneten, der heute plötzlich verstarb. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“