Österreichs Kanzler Karl Nehammer hat NBC ein Interview gegeben. In der Sendung „Meet the Press“ spricht er über seine Eindrücke nach dem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau. Auf die Frage, ob Nehammer wisse, ob Putin die Realität und die Verluste der russischen Armee in der Ukraine noch realisiere, antwortet Nehammer: „Ich denke, er ist in seiner eigenen Kriegslogik. Er denkt, der Krieg sei notwendig für die Sicherheitsgarantien der Russischen Föderation. Er vertraut der internationalen Gemeinschaft nicht. Er beschuldigt die Ukrainer, einen Genozid in der Donbass-Region verübt zu haben. Er ist in seiner Welt. Aber ich denke, er weiß, was passiert in der Ukraine.“

Der Moderator wollte anschließend vom österreichischen Bundeskanzler noch wissen, ob er glaube, dass Putin bereit sei, taktische Nuklearwaffen einzusetzen. Darauf Nehammer: „Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, er weiß, dass er diese Waffen besitzt. Er kennt die Gefahr dieser Waffen. Ich weiß nicht, ob er sie wirklich einsetzen würde. Aber er weiß, dass er die Welt damit einschüchtern kann.“ Eine weitere Frage kreiste darum, ob Putin glaube, dass er gerade den Krieg gewinne. Nehammer: „Ich denke, er glaubt, dass er den Krieg gerade gewinnt.“

Außerdem schilderte der österreichische Kanzler, dass Putin an einer Stelle Deutsch mit ihm gesprochen habe. „Zum Schluss unserer Gespräche sagte er mir auf Deutsch: ‚Es ist besser, wenn der Krieg früher als später endet.‘“

Das ganze Gespräch finden Sie unter diesem Link.