Die Karstadt-Filiale am Hermannplatz im Bezirk Kreuzberg.
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BerlinBücher, Kleidung, Hausrat, Möbel oder Computer: Wer diese Dinge nicht neu anschaffen möchte, kann sie ab dem 9. September auch im Karstadt am Hermannplatz gebraucht kaufen. Wie die Senatsumweltverwaltung am Montag mitteilte, eröffnet in der dritten Etage des Warenhauses ein Pop-Up-Store der Initiative Re-Use, in dem für ein halbes Jahr gut erhaltene Gebrauchtwaren verkauft werden.

Neben dem Verkauf sollen in dem Pop-Up-Store auch Workshops, unter anderem zur Retourenrettung von Textilien und Lebensmittelrettung, stattfinden. Auch ein Repair-Café sowie ein Reparaturnetzwerk sind geplant. 

„Mit dem Pop-Up-Store werden wir gut erhaltene Gebrauchtwaren für noch mehr Menschen einfach zugänglich machen“, erklärte Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) dazu am Montag. „Deshalb gehen wir dorthin, wo die Menschen einkaufen: ins Kaufhaus. So kann jeder schnell prüfen, ob das Gesuchte auch gebraucht erhältlich ist. Das lohnt sich doppelt, weil es Geld spart und die Umwelt schützt.“ Wer gebrauchten Dingen ein zweites Leben gebe, vermeidet Abfall, spart Rohstoffe und schützt Umwelt und Klima. „Mit dem Begleitprogramm zum Pop-Up-Store wollen wir das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und umweltfreundliches Einkaufen stärken“, so Günther.

Wer gut erhaltene Gebrauchtwaren abgeben will, hat dazu am am 13. August ab 12 Uhr auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz Gelegenheit. Dort findet der erste von mehreren Sammeltagen der Initiative Re-Use statt. Bei den Sammeltagen auf verschiedenen Kiez-Märkten wird alles genommen, was in gutem Zustand, vollständig und funktionsfähig ist. Dazu gehören Geschirr, Bücher, CDs, LPs, Modeschmuck, Kleidung und Textilien, Spiele und Spielsachen.