Berlin - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin will in Zukunft in drei Berliner Bezirken eigene Hausarztpraxen betreiben. Grund dafür sei der Hausärztemangel, wie die Vereinigung am Montag mitteilte. Die Praxen sollen in den Bezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick entstehen. Die Eröffnung der ersten Eigeneinrichtungen sei für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant, hieß es weiter. Wie viele Praxen genau entstehen sollen, teilte die KV Berlin zunächst nicht mit. Die angestellten Ärzte und Ärztinnen sollen die Option haben, die Praxen später zu übernehmen.

Die Hausarztpraxen sind Teil eines Maßnahmenpakets für die drei Bezirke mit einer Investitionssumme von insgesamt 21 Millionen Euro. So sollen unter anderem auch Ärztinnen und Ärzte finanziell unterstützt werden, die sich dort neu niederlassen. Das Förderprogramm startet laut KV Berlin zum Jahresbeginn 2022 und läuft über mehrere Jahre. Es werde von der KV Berlin und den regionalen Krankenkassen paritätisch finanziert.