Die Katholische junge Gemeinde (KjG) hat auf ihrer Bundesversammlung in Düsseldorf mehrheitlich beschlossen, „Gott“ in ihrem Veröffentlichungen und Dokumenten mit einem Pluszeichen zu versehen. Künftig soll es also „Gott“+ heißen.

„Wie wir von Gott+ sprechen, prägt auch, wie wir von Menschen denken“, lautet die Begründung im Beschluss. Einseitig männliche und patriarchale Gottesbilder würden Menschen den Zugang zum Glauben erschweren. „Gott+“ soll nun eine Vielfalt darstellen. „In den biblischen Schriften finden sich neben männlichen und weiblichen Zügen Gottes+ auch Anknüpfungspunkte für vielfältigere Gottes+vorstellungen“, lautet die Begründung der KjG weiter.

Die Debatte über männlich geprägte Gottesbilder wird schon seit Jahren in der christlichen Kirche geführt. Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) veröffentlichte 2006 die „Bibel in gerechter Sprache“. Die neue Übersetzung hat das Ziel, die biblischen Schriften aus ihrer Ursprungssprache in die heutige Sprache zu übertragen, sodass auch die Bedeutung der Frauen in der Bibel gewürdigt wird. Sie ist sowohl theologisch als auch sprachlich umstritten.