Berlin - Vor fast drei Jahren veröffentlichte die katholische Kirche ihre große Missbrauchsstudie – mit erschreckenden Zahlen: Mindestens 3677 Minderjährige wurden zwischen 1946 und 2014 in Deutschland von 1670 Klerikern missbraucht.

Seit Veröffentlichung der Studie im Jahr 2017 sind Hunderte neue Hinweise auf mögliche Missbrauchsfälle eingegangen – bei Betroffenen-Initiativen, bei den Bistümern selbst und auch bei der Justiz. „Beim Eckigen Tisch dürften sich in drei Jahren etwa 250 Menschen deutschlandweit gemeldet haben“, sagt Matthias Katsch von der Betroffenen-Initiative der Deutschen Presse-Agentur – und das sei wohl nach wie vor längst nicht alles: „Ich gehe davon aus, dass auf jede betroffene Person, die sich bislang gemeldet hat, mindestens drei kommen, die abwarten.“ Die Initiative wurde 2010 von Katsch, der selbst Opfer von Missbrauch ist, gegründet.

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