Die Berliner Kältehilfe rechnet in der kommenden Saison mit steigenden Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen würden nicht einfacher, sagte Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) am Donnerstag in Berlin nach dem ersten Berliner Kältegipfel. Dazu gehörten ein mutmaßlich neuer Corona-Winter, steigende Lebensmittel- und Energiepreise sowie Geflüchtete aus der Ukraine, die versorgt werden müssten.

An dem Kältegipfel beteiligten sich laut Kipping 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Verbänden und Bezirken. Verabredet wurde demnach unter anderem die verstärkte Akquise von Objekten. Zudem soll ein Krisenstab verschiedene Corona-Szenarien vorbereiten und in jedem Bezirk ein verbindlicher Ansprechpartner etabliert werden.

„Wir brauchen ein schnelles Reaktionssystem, wenn neue Entwicklungen und Phänomene auftreten“, sagte Caritas-Direktorin Ulrike Kostka. Aktuell wird ein Ampelsystem entwickelt, mit dem auf der Webseite und in einer Kältehilfe-App der jeweilige Status der Kältehilfeeinrichtungen angezeigt werden soll. „Grün heißt, es gibt freie Plätze, gelb, die Plätze werden knapp und rot, alles ist voll“, sagte Jens Aldag von der Koordinierungsstelle der Berliner Kältehilfe. Das verschaffe einen guten Überblick.