Berlin - In der Pandemie das richtige Land für den Urlaub auszusuchen, fällt nicht unbedingt leicht. Erst recht nicht im Angesicht der Ausbreitung von neuen Mutationen des Coronavirus, wie der Delta- oder Lambda-Variante. Zuletzt wurde eine Warnung für große Teile Südfrankreichs ausgesprochen. Einige Länder in Europa waren bislang bei der Corona-Bekämpfung erfolgreicher – oder glücklicher. In diese Länder kann man jetzt reisen, ohne Angst vor Quarantäne und mit geringer Ansteckungswahrscheinlichkeit.

Die niedrigsten Inzidenzen:

Besonders niedrig sind die Inzidenzen derzeit in vielen osteuropäischen Ländern. So führt Polen die Liste mit nur 2,7 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche an. Knapp dahinter liegt Ungarn mit 3,7. Auch Tschechien (10,6) und die Slowakei (5,8) haben laut der Behörden vor Ort niedrige Inzidenzen vorzuweisen. Weniger Sorgen vor Infektionen darf man sich außerdem aktuell in Lettland und Kroatien machen. Auch dort liegt der Wert noch unter 30. 

Diese Urlaubsländer sind derzeit außerdem vom Auswärtigen Amt nicht als Risikogebiete eingestuft:

Armenien, Aserbaidschan, Bahamas, Bahrain, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Cabo Verde, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Island, Kanada, Kosovo, Litauen, Luxemburg, Malediven, Malta, Marokko, Mexiko, Moldau, Republik Monaco, Montenegro, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Österreich, Philippinen, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien, Sri Lanka, Thailand, Türkei, Ukraine, USA, Vatikanstadt, Vereinigte Arabische Emirate.

Bei jeglichen Vorhersagen müsse man trotzdem vorsichtig sein, warnt der Reiseexperte Ralf Benkö gegenüber dem Sender RTL. Denn wie man vor einiger Zeit in Portugal feststellen musste, kann sich die Lage schnell verändern. Deshalb rät Benkö dazu, die Inzidenzzahlen im Urlaubsland der Wahl regelmäßig zu prüfen. Auf Einschränkungen lasse sich außerdem nicht komplett verzichten. „Es ist kein Urlaub, wie man ihn von früher kennt. Deswegen muss man sich auch informieren.“

Corona-Risikogebiete: Wo es derzeit eher schlecht aussieht

Als Risikogebiete in Europa gelten aktuell Südfrankreich mit den Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie der Mittelmeerinsel Korsika und Georgien. Als Hochinzidenzgebiete sind Portugal mit den autonomen Regionen Madeira und Azoren sowie Spanien mit den Balearen und Kanaren und das Vereinigte Königreich mit Nordirland eingestuft.