Berlin - Es ist klein und wendig, schafft Tempo 45, und die Energiekosten belaufen sich laut Hersteller lediglich auf einen Euro pro hundert Kilometer. Am Donnerstag präsentierte Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek ihr neues Dienstfahrzeug. Auf einem Elektromoped des Berliner Unternehmens Unu drehte die 44-Jährige für die Fotografen ein paar Runden in Mitte. „Ich bin froh, dass ich den E-Scooter habe“, sagte Kapek. „Anders als die anderen Fraktionsvorsitzenden, verzichten meine Kollegin und ich auf einen Dienstwagen.“ Doch natürlich wollte Kapek nicht nur ihr neues Zweirad vorstellen. Sie nahm Kritiker der Grünen-Verkehrspolitik aufs Korn – und sandte in der schwelenden Debatte um die Regulierung der Sharing-Branche in Berlin deutlich versöhnlichere Signale aus als SPD und Linke.

Antje Kapek ist nicht die Einzige bei den Grünen, die sich zunehmend häufig zur Mobilität in Berlin zu Wort meldet. Monika Herrmann, die vom Posten der Bezirksbürgermeisterin in Friedrichshain-Kreuzberg ins Abgeordnetenhaus wechseln will, hat das Thema ebenfalls für sich entdeckt. Jüngst äußerte sich auch Susanne Menge, Grünen-Politikerin aus Niedersachsen, zu Berliner Verkehrsthemen. Regine Günther, in Berlin seit Ende 2016 Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, ist auf diesem Feld längst nicht mehr die einzige Akteurin auf der Bühne.

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