Brandenburg - Ein mehr als 2000 Jahre alter Goldschatz aus der Zeit der Kelten ist bis zum 3. Juli im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg/Havel zu sehen. Die 42 keltischen Goldmünzen waren 2018 von dem ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Wolfgang Herkt in der Nähe des Dorfes Baitz (Potsdam-Mittelmark) in einer Siedlung der frühgermanischen Jastorf-Kultur gefunden worden.

Der Goldschatz werfe zahlreiche Fragen auf, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Mittwoch zur Eröffnung der Ausstellung. Denn das Siedlungsgebiet der Kelten habe von der iberischen Halbinsel über West- und Mitteleuropa bis nach Anatolien gereicht. „Nur im heutigen Brandenburg siedelten sie nie“, sagte Schüle. „Der Fund unterstreicht: Grenzüberschreitender Handel, Migration und Kulturaustausch sind keine neuen Themen des 21. Jahrhunderts.“

Nach Einschätzung von Experten spricht der Fund für eine überregionale Bedeutung der Jastorf-Siedlung mit weitreichenden Fernkontakten. Nach der kurzen Präsentation in diesem Jahr soll der Goldschatz erst im Jahr 2025 im Rahmen einer Sonderausstellung mit sämtlichen Funden mit keltischem Kontext im Land Brandenburg wieder gezeigt werden.