Auch das Spitzenpersonal der SPD im Bundestag hat Probleme, in Berlin eine Wohnung zu finden. Kevin Kühnert, Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der SPD, will seit über einem Jahr aus seiner WG ausziehen. Seine Suche nach einer eigenen Wohnung in seinem Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg verlief bisher erfolglos. „Es ist eine wirkliche Unwucht und Pest auf unserem Wohnungsmarkt“, sagte Kevin Kühnert dem Tagesspiegel. Und weiter: „Nun ist es als Bundestagsabgeordneter so, dass man nicht ganz schlecht verdient, können ja alle nachlesen, wie viel das ist, es scheitert also im Großen und Ganzen nicht am Geld. Es scheitert aber am Angebot.“

Nach eigenen Angaben verdient Kühnert 10.012,89 Euro brutto im Monat– hinzu kommt das Gehalt als Generalsekretär. Ein Problem auf dem Wohnungsmarkt sei, dass es zu viele Instrumente gebe, um die Regularien wie die Mietpreisbremse zu umgehen. Als Beispiel nannte Kühnert, dass auf den Immobilienportalen viele Tauschwohnungen und möblierte Wohnungen angeboten werden. Der Berliner SPD-Politiker kündigte an, sich stärker gegen diesen Trend einzusetzen.