Einsatzkräfte des Berliner Spezialeinsatzkommandos (Archiv).
Foto: Imago images/Olaf Wagner

BerlinEin 57-Jähriger hat in Neukölln am Dienstag mehrere Kinder bedroht, beleidigt und mit diversen Gegenständen beworfen. Nachbarn, die das Geschehen mitbekommen hatten, alarmierten die Polizei. Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit Verstärkung des Spezialeinsatzkommandos an. Die Elitepolizisten stürmten die Wohnung des 57-Jährigen und nahmen ihn vorläufig fest.

„Nach Angaben mehrerer Zeugen soll der Anwohner der Neckarstraße gegen 14.30 Uhr von seinem Balkon aus spielende Kinder rassistisch beleidigt und mit Gegenständen beworfen haben. Zudem soll er dabei einen waffenähnlichen Gegenstand in der Hand gehalten haben“, so ein Polizeisprecher am Dienstag. Wenig später trat der Mann nach Polizeiangaben vor die Haustür und rannte „schreiend auf die Kinder zu“. Nachbarn hielten ihn zurück und alarmierten die Polizei.

Der Sprecher weiter: „Wegen des Verdachts, dass der Mann im Besitz von Waffen sein könnte, wurden Kräfte des Spezialeinsatzkommandos hinzugezogen. Diese drangen gewaltsam in seine Wohnung ein und nahmen ihn vorläufig fest.“ Auf Anraten einer Notärztin wurde der 57-Jährige einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses vorgestellt und dort stationär aufgenommen.

Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Einsatzkräfte laut Polizei „eine PTB-Waffe, mehrere Zierdolche und ein Zierschwert sowie drei verpackte sogenannte Neck-Knifes“. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Gegen den 57-Jährigen wird nun wegen Bedrohung, Beleidigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und dem Verdacht von Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.