Berlin - Im ehemaligen Kongresszentrum ICC in Berlin-Charlottenburg ist am Mittwoch Berlins drittes Impfzentrum in Betrieb gegangen. Dort sollen wie in den beiden Impfzentren auf dem Messegelände und in Tegel sowohl Erwachsene als auch Kinder geimpft werden. Die ersten Erwachsenen haben bereits am Morgen ihre Spritze bekommen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sagte bei einem Besuch des neuen Impfzentrums, im ICC seien bis zu 3000 Impfungen täglich möglich. Zum Auftakt sind für Mittwoch zunächst 1000 geplant. Die ersten Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren soll es ab mittags geben.

Kalayci nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf ihre Arbeit während der Corona-Pandemie. Die SPD-Politikerin ist nur noch für wenige Tage im Amt, bis voraussichtlich am Dienstag die neuen Mitglieder des rot-grün-roten Senats vereidigt werden. Das Impfen in Berlin sei in dieser schrecklichen Pandemie eine Erfolgsgeschichte gewesen. „Das Impfmanagement war eine große Herausforderung für das Land Berlin“, sagte die Senatorin. „Zurückblickend kann ich heute hier sagen, dass es auch deshalb eine Erfolgsgeschichte ist, weil wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und weil wir die richtigen Partner hatten.“

Kalayci: Zum Glück nicht alle Impfzentren geschlossen

Die Senatorin dankte den an den Impfaktionen beteiligten Hilfsorganisationen und namentlich dem früheren langjährigen Präsidenten des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme. Er hatte 2020 schon den Aufbau des Corona-Notkrankenhauses auf dem Messegelände geleitet und danach den Aufbau der Impfzentren koordiniert. Die Entscheidung für die Messe und das ICC sei eine gemeinsame Idee gewesen, sagte Kalayci.

Die SPD-Politikerin verteidigte die Entscheidung, im Sommer nicht alle der bis dahin sechs Berliner Impfzentren geschlossen zu haben. „Das war ein Instinkt, ein Bauchgefühl meinerseits zu sagen, wir lassen unsere beiden Impfzentren offen.“ Inzwischen seien die Kapazitäten deutlich erweitert worden.

Der nächste Schritt sind die Impfungen für Fünf- bis Elfjährige. Berlinweit gebe es 230 000 Kinder, die geimpft werden könnten, sagte die Senatorin. „Meine herzliche Bitte an die Eltern: Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Kinder impfen zu lassen.“