Berlin - Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) hat eine positive Bilanz nach dem ersten Kältehilfegipfel in Berlin gezogen. Dabei haben sich am Donnerstag Vertreter der Sozialverwaltung, der Bezirke, von Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Roten Kreuz und Diakonie über die Herausforderungen bei der Hilfe für Obdachlose und Wohnungslose ausgetauscht. „Das war ein guter Auftakt, wo man gemerkt hat, wie sehr alle Beteiligten hier an einer gemeinsamen Lösung interessiert sind“, sagte Kipping.

Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbands für das Erzbistum Berlin, wies darauf hin, dass im nächsten Winter vieles zusammenkommen könne. Neben der Wohnungs- und Obdachlosigkeit gebe es auch das Problem steigender Lebensmittel- und Energiepreise.

Auch die Corona-Pandemie sei zu berücksichtigen. Darüber hinaus sei unklar, was mit Geflüchteten im Winter passiere, die bis dato noch in privaten Unterkünften untergebracht seien. Der Berliner Kältehilfegipfel sei ein guter Start gewesen, es seien aber weitere Treffen nötig, sagte Kostka.

Jens Aldag von der Koordinierungsstelle der Berliner Kältehilfe sagte, er hoffe, der Gipfel sei der Auftakt für eine Sicherstellung und qualitative Verbesserung der Kältehilfe, aber auch der ganzjährigen Versorgung für obdachlose Menschen in Berlin.

Die „Berliner Kältehilfe“ gibt es seit 1989. Sie wurde von Wohlfahrtsverbänden, Berliner Kirchengemeinden und der Senatssozialverwaltung ins Leben gerufen, um Obdachlosen und Wohnungslosen zu helfen. Die Träger bieten zum Beispiel Beratungsstellen und während der kalten Jahreszeit auch Notschlafplätze an.