Berlin - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Rückkehr zur Corona-Notbetreuung für Kinder in Kitas. „Dort steigen die Infektionen schnell“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe der Funke Mediengruppe (Donnerstag). „Nachdem wir wissen, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen sind, muss hier wirklich die Notbremse gezogen werden.“

Kindertagesstätten hatten in vielen Bundesländern im Winter monatelang nur Angebote zur Notbetreuung für Kinder. Ende Februar öffneten sie in zahlreichen Bundesländern wieder. Nach Ostern müsse man zurück zu einer echten Notbetreuung in den Kitas, bis die Belegschaft geimpft ist, sagte Tepe. „Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln.“

Viele Erzieher hätten ursprünglich mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Tepe zeigte sich besorgt, dass verzögerte Impfungen bei steigenden Infektionszahlen in Kitas das Personal gefährden könnten: „Kitas haben gar keine Osterferien und dort steigen die Infektionen schnell“, sagte sie den Blättern. 71 Prozent der Kinder seien mittlerweile zurück in den Kitas. Nachdem bekannt sei, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen seien, müsse in Kitas die Notbremse gezogen werden.