Berlin - Am Mittwochvormittag sind Umweltaktivisten in das Haus des CDU-Wirtschaftsrats in Mitte eingedrungen, um es zu besetzen. Dies teilte die Polizei auf Twitter mit. Einige Aktivisten sollen sich am Gebäude festgeklebt haben, sie wurden von den Einsatzkräften aber wieder abgelöst.

Die Einsatzkräfte begleiteten die Personen aus dem Gebäude und nahmen ihre Personalien auf. Zeitgleich fand eine Versammlung von Demonstranten statt. Einige Teilnehmende ließen sich vor dem Eingang nieder. Diese wurden nach mehreren Aufforderungen, den Bereich zu verlassen, von Polizisten weggetragen. In sozialen Medien wurden Fotos von der Aktion geteilt. Nach Angaben der Aktivisten auf Twitter wurde auch die Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin blockiert.

Dort kletterten Demonstranten auf das Vordach, andere setzten sich vor dem Gebäude auf die Straße. Laut Polizei beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an der Aktion in der Hiroshimastraße am Tiergarten. Die Umweltschützer kippten Kohle vor die Vertretung und entrollten Plakate auf denen stand: „Lobbys raus – Bürger:innen rein“ und „Raus aus der Kohle. Rein in die Zukunft“. Laut einer Mitteilung der Gruppe Extinction Rebellion fordern die Aktivisten einen sofortigen Stopp der Braunkohleverstromung.

Extinction Rebellion hatte bereits am Montag zu einer Protestwoche in Berlin aufgerufen. Die Aktivisten blockierten den Verkehr am Brandenburger Tor und richteten ein Camp im Monbijoupark ein.