Berlin - Ein kollabierter hungerstreikender Klimaaktivist in Berlin hat das Krankenhaus wieder verlassen können. Der 27-Jährige sei nach seiner Einlieferung am Dienstag noch am selben Tag wieder entlassen worden und setze seinen Hungerstreik fort, sagte die Sprecherin der Streikenden, Hannah Lübbert, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Protestierenden, die sich „letzte Generation“ nennen, fordern ein öffentliches Gespräch mit den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen.

Nach dem Kollaps des Hungerstreikenden und einer fehlenden Einigung auf ein Gespräch legten die Aktivistinnen und Aktivisten am Dienstag eigenständig den Donnerstag kommender Woche für das Gespräch mit Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) fest. Eine öffentliche Zusage der Kandidaten „beendet umgehend den Hungerstreik“, erklärten sie. Für Mittwoch, den 17. Tag des Hungerstreiks, kündigten sie weitere Neuigkeiten zu einem „Gesprächsangebot“ der Kandidaten an.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, wünschte dem kollabierten Aktivisten am Mittwoch „gute Besserung“. Er fügte hinzu, dass Aktionen wie ein Hungerstreik für das Klima gesundheitsgefährdend seien. „Das muss jeder wissen, da macht man sich schon Sorgen“, sagte Seibert. „Die Debatte um den Klimaschutz ist die wichtigste, die wir haben – hier ist jeder Vorschlag willkommen“, fügte er hinzu. „Aber bitte ohne sich selbst zu gefährden.“