Klimaprotest am Frankfurter Tor: Passant zieht Mütter von der Straße

Die „Letzte Generation“ war auch am Donnerstag in Berlin-Friedrichshain wieder aktiv. Dieses Mal zogen offenbar Mütter für die Aktivisten ins Feld.

Klimaprotest am Frankfurter Tor.
Klimaprotest am Frankfurter Tor.Pressefoto „Letzte Generation“

Auch am Donnerstag blockierten Klimaaktivisten wieder den Berliner Berufsverkehr. Wie die „Letzte Generation“ am Morgen mitteilte, wurde der Protest an diesem Tag von acht Müttern angeführt, die sich auf die Fahrbahn am Frankfurter Tor geklebt hatten. Wie die Berliner Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitteilte, konnte der Protest inzwischen aufgelöst werden. Die Straße ist wieder frei.

Frauen ziehen Wut von Umstehenden auf sich

Ein Video, das die Aktivisten auf Twitter veröffentlicht haben, zeigt, wie wütende Menschen zwei der Frauen von der Straße ziehen. Gleich darauf setzen sie sich jedoch wieder auf die Fahrbahn. Ein Mann ruft immer wieder: „Verpisst euch!“

Aktivisten fordern Tempolimit und 9-Euro-Ticket

„Die Angst davor, dass ihre Kinder in einer Welt voller Krieg um Wasser und Lebensmittel aufwachsen, treibt sie zum Handeln“, schreiben die Aktivisten in ihrer Mitteilung. 

„Ich bin heute hier, weil meine Kinder es einmal besser haben sollen. So wie ich es besser hatte, als meine Eltern. Die Lösungen und Sicherheitsmaßnahmen liegen bereit, wenn wir als Gesellschaft mutig genug sind, sie anzupacken“, so eine der Mütter, die an dem Protest beteiligt ist. Mit ihren Aktionen wollen die Aktivisten ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern erwirken und ein dauerhaftes 9-Euro-Ticket durchsetzen.

Bereits gestern hatten Aktivisten das Frankfurter Tor und etliche andere Straßen in der Hauptstadt mit Blockaden überzogen.