Berlin - Die Dienstwagen der Bezirksbürgermeister sind offiziellen Angaben zufolge weniger umweltschädlich als früher. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Georg P. Kössler hervor. Demnach stoßen die Autos im Durchschnitt noch 36 Gramm Kohlendioxid je Kilometer aus. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 67 Gramm.

Keine der zwölf betroffenen Personen fährt einen reinen Verbrenner mehr. Verbreitet sind stattdessen Hybridautos, die einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor haben. Sören Benn (Linke) in Pankow ist mit einem reinen E-Auto unterwegs. Monika Herrmann (Friedrichshain-Kreuzberg) und Stephan von Dassel (Mitte, beide Grüne) verzichten auf einen Dienstwagen und nutzen ein Fahrrad.

Den den Zahlen nach umweltschädlichsten Wagen nutzt Dagmar Pohle (Linke) in Marzahn-Hellersdorf, die allerdings bereits ein neues Auto bestellt hat. Ihr aktueller Hybrid stößt 108 Gramm Kohlendioxid je Kilometer aus. Ein Vergleich mit den Dienstlimousinen des Senats ergibt zudem, dass die Fahrzeuge von Senatoren und Staatssekretären im Durchschnitt doppelt so umweltschädlich sind wie die der Bezirksbürgermeister.

Kössler, Sprecher für Klima- und Umweltschutz der Grünen-Fraktion, sieht dennoch Verbesserungspotenzial. Zwar sei es „super“, dass die Autos der Bezirksbürgermeister langsam umweltfreundlicher werden. Aber: „Ich würde mir wünschen, dass die Bezirksbürgermeister ökologische Vorbilder werden und endlich auf reine Elektroautos oder, wo es geht, das Dienstrad umsteigen“, so Kössler. Die Zeit sei reif für umweltfreundliche Mobilität in den Rathäusern.