Berlin - Die deutschen Bauern und Bäuerinnen rechnen in diesem Jahr erneut mit einer unterdurchschnittlichen Ernte. Beim Getreide werde eine Ernte von 42,4 Millionen Tonnen erwartet  – rund eine Million Tonnen oder zwei Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) am Freitag mitteilte. Die Ernte bleibe damit zudem 4,7 Prozent hinter dem Mittel der Jahre 2015 bis 2020.

„Zahlreiche Hagel- und Starkregenereignisse haben uns gezeigt, dass die Landwirte die Auswirkungen des Klimawandels direkt zu spüren bekommen“, sagte dazu Bauernpräsident Joachim Rukwied. Zudem würden die Landwirte durch stark gestiegene Kosten bei Betriebsmitteln wirtschaftlich belastet, warnte er.

Wiederkehrende Niederschläge unterbrechen Ernte

Die Bauern und Bäuerinnen seien zunächst „zuversichtlich in die Ernte gestartet“, fuhr Rukwied fort. Die ersten Druschergebnisse seien jedoch enttäuschend gewesen und dieser Trend habe sich bestätigt. Zudem hätten immer wiederkehrende Niederschläge die Ernte unterbrochen.

Optimistisch äußerte sich der Bauernverband zu Kulturen wie Mais, Zuckerrüben und Gemüse – diese hätten von den Niederschlägen im Sommer profitiert. Die Zahlen des DBV sind erste Schätzungen, zusammengetragen von den Landesbauernverbänden. Da die Ernte noch nicht abgeschlossen sei, könnten sich die Zahlen noch „geringfügig ändern“, hieß es.